FH 2011 – Herbst – setarkos

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Published on: 25. September 2011

setarkos

 

Wen’s interessiert; so war mein Tag:

Er began gleich mit der größten Herausforderung: Aufstehen um 5:00 Uhr – so früh habe ich den Wecker glaube ich seit dem Ötzi 2010 nicht mehr gestellt – und in solcher Frühe hat der innere Schweinehund immer besonders gute Argumente; besonders wenn am vorigen Tag Ausscheidungsrennen (bei für Berliner Verhältnisse hochgebrigsträchtigen immerhin 600hm) gefahren wurde… Irgendwie saß ich dann aber trotzdem um kurz vor 6 im Auto.

Da außer mir so gut wie niemand auf der Autobahn war, war ich dann auch ruck zuck vorm Aquantic – und zwar schon um 8 Uhr. Galibier-Fan und zwanzich hatte ich ohnehin erst gegen halb 10 erwartet und deswegen hab ich einfach nochmal die Äuglein zugemacht. Nochmal aufzuwachen, war nicht viel einfacher, aber beim Anblick der beiden Hannoveraner mit bereits guten 100km in den Beinen hatte der Kreislauf langsam kapiert, dass es jetzt losging.

Ich hatte ja hohen Erwartungen gerecht zu werden und hatte auch schon insgeheim gehofft, bei Hexenschuss-zwanzich mithalten zu können. Nach Hahnenklee hat Galibier-Fan dann das (glaube ich) typische Harzi-Test-Tempo angeschlagen, um zu schauen, wie die Kräfte verteilt sind. Ohne warm fahren war mein Puls doch recht schnell oben und auch wenn es recht flüssig gleichmäßig nach oben ging, war ich mir noch nicht sicher, ob ich bis Goslar dranbleiben könnte. Allerdings fühlten sich meine Beine viel besser an, als beim gehen, sitzen, liegen oder auto fahren nach der Samstagsausfahrt.

Das zähe Stück nach Clausthal-Zellerfeld hat glaube ich uns alle drei ein wenig gestört und bei einem Stück Sachertorte, das von zwanzich als „in Ordnung“ geadelt wurde, deutete auch Galibier-Fan dann schon an, dass es nicht sein Tag zu werden schien.

Da sich dann bei steileren Stücken auch noch das Knie von zwanzich meldete, kam es bei den Anstiegen zu keinen größeren Abständen und wir kamen überall zeitnah hoch.
Dazu hatten wir absolutes Kaiserwetter und während auf den Hauptverkehrsstraßen die Autofahrer glühten, hatten wir traumhafte Auffahrten von der Odertalsperre zum Torfhaus und dann noch aus dem Siebertal zum Sonnenberg durch den schattigen Wald und gänzlich ohne Autos und Motorräder waren wirklich schön zu fahren und die Anreise aus Berlin allemal wert – zumal ich beide Anstiege noch nicht kannte.

Ein gewisses Knie verhinderte dann auch noch den Abstecher zum Wurmberg, was den Tag aber keineswegs trübte – gute Besserung nochmal!

Kurz vor Goslar hatte ich dann doch noch einen Hänger, den ich fast schon vermisst hatte, aber es war ja auch keine Steigung mehr im Weg und spätestens beim Anblick des Menus bei McDoof, war der Körper wieder guten Mutes, nicht auf Grund zu laufen.

Lediglich die 110km (bzw. 150km bei Galibier-Fan), die ich weniger in den Beinen als meine Mitstreiter hatte, trübten das Gewissen ein wenig – auch in Hinblick auf die Aufstiegszeiten, aber dann muss ich halt das nächste Mal zum Start nach Hannover fahren Dann dürften die Lücken am Berg auch so sein, wie sie gehören…

Für mich war das wohl leider schon der Saison-Abschluss, aber dass wir Ende September nochmal so tolles Wetter im Harz haben, hätte ich nicht gedacht.
Und wenn man überlegt, wie andere ihren Sonntag verbringen (z.B. Stau am Torfhaus) dann ist man sich gleich wieder sicher, dass man die Zeit sinnvoll genutzt hat.

Grüße an alle Harzis,
Setarkos

+++

War ein sehr schöner Tag. Die beiden autofreien Anstiege waren klasse – die kannte ich auch noch nicht. Danke für die Streckenplanung und Führung an dieser Stelle nochmal!

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