FÖ 2007 – pinguin

Comments: No Comments
Published on: 17. Juni 2007

pinguin

Wohlbehalten zurück – ich auch…

Kein Stau, und nachdem Rosti ausm Wohnklo ausgestiegen war, da hatte ich Radfahrerfeeling auf der Autobahn. Bin genau auf ein anderes Wohnmobil aufgerollt, welches konstant mit 125 km/h gen Norden fuhr. Blinde Verständigung wie beim radsportlichen Windschattenfahren und ich konnte mit wenigen Metern Abstand zum Vordermann hinten dran gemächlich den Fuß vom Gas nehmen und Sprit sparen… Logisch, dass wir auch mal die Positionen getauscht haben – wie beim Radln halt auch.

Radln? War da was… Ach ja, F-Ötzi, die zwote. Fazit für mich: Radsportlich erheblich angenehmer und einfach schöner, mit einer fast 30 Personen großen Gruppe loszurollen und mir hat einfach gefallen, dass bis Sterzing unser Grüppchen beeinander war und erst ab Jaufenanstieg jeder seins gemacht hat.

Toll auch, dass zwischen Sölden und Ötz mit Rosti, Hartwurschtfan und Bergaufroller wieder eine saubere Zweckgemeinschaft gelaufen ist. Das hat schon sauber gepasst und das öde Stück mit Gegenwind und Regen sehr viel erträglicher gemacht.

Der komische Timmelshupsel hat mich dieses Jahr schier angekotzt, aber die Zeit war dennoch passabel. Dank hier nochmal an Rosti, das hat schon gut getaugt, so.

Der Gegenanstieg bestand diesmal aus gefühlten 8.000 hm am Stück für mich und nachdem ich das zweite Mal in meinem jungen Leben von Krämpfen geplagt wurde (herzerfrischend, wenn man das net gewohnt ist), da habe ich dann aufgesteckt, den Gedanken an den Rettichfernerbach zu verschwenden. Da häts mich wahrscheinlich ganz zammgekrampft.

Die Sölden-Ötz Abfahrt hat aber die Flossen wieder freigespült und somit stand einer für mich wirklich beeindruckenden Kühtaiauffahrt nichts mehr im Wege. Am Anfang war ich noch einigermassen angepisst – ich kann dieses Stück bis zur Brücke über den Bach (nach den letzten Häusern) einfach nicht leiden. Aber dann gab es ein richtiges Naturschauspiel, Nebelschwaden, die über den frischen, nassen Asphalt gedampft sind, dazu Sonnenschein, absolut perfekte Temperaturen, perfekte Atemluft – einfach klasse. So gings mir dann wieder recht gut und das Steilstück war dann „nur“ noch Kopfsache, die Beine waren dafür gut genug. Dann zog der Himmel zu, die Staumauer und alles aussenrum hing schon im Dreckswetter und an der Dortmunder Hütte war dann Regen satt.

Ich war heilfroh um die Regenjacke. Ohne Rostis Rat hätte ich sie nicht mitgenommen gehabt – Dussl ghabt…

Die Abfahrt war irre. Ich musste noch nie vorher bei 80 km/h bremsen. Aber ich habe die Schmerzen im Gesicht nicht mehr ertragen können. Wasser mit Wirkung wie Nadelstiche.

Eigentlich wollten wir auf der Abfahrt wegen dem starken Regen kein Risiko nehmen, aber irgendwie hats mich dann doch gepackt – zumal ich eine gute Chance geshen hatte

Der Campingplatz hat absolut empfehlenswerte Sanitäreinrichtungen – die laaaaange, heiße Dusche, die war ein Genuss.

Danach dann eine halbe Stunde Augenpflege im Wohnklo und wir waren fit für den Abend.

War sehr schön, dass Abends eine so große Runde beeinander war…

@ Felix: Dich haben wir am TJ ja noch gesehen, zusammen mit Klaus. Genau die Stelle, an der du mal stoppen musstest. Da ich nicht wusste, ob Klaus auch hält usw. wart ihr beide quasi zusätzliche Fremsmotivation, nicht zu langsam zu werden. Ich wollte vermeiden, dass Klaus mich noch derwischt und dieser „Geist“ hat mich dann speziell zwischen der 23er Kilometrierung und dem Tunnelportal etwas „beflügelt“ – wobei es für mich da oben schon übel anstrengend geworden ist.

Jaufenpass war völlig OK für meinereiner, letztes Jahr ging er mir ja verkehrsmäßig übelst auf die Nerven – aber heuer war das total entspannt, die paar Autos und Moppeds, das ging schon fein.

@ Bergabaufsonstwohinfahrer: ICh glaube, es könnte sich lohnen, bei dir in die Abfahrtslehre zu gehen. Als du uns Richtung St. Leonhart überholt hattest, da konnte ich einige Kurven von dir lesen und musste erkennen, dass ich eigentlich viel zu wenig Vertrauen in die Reifenhaftung habe. War net schlecht, dass mal vorgeführt zu bekommen.

@ Inspector: Haste ja’n sauberes Reifendrama gehabt. Hätte mir sozusagen auch passieren können, ich war ja leider auch mit „anfälligem“ Material unterwegs…

@ Anton: Die zwo Speichenmagneten waren perfekt… Der Reifen ist nicht gewandert. Ich denke aber, das lag an den kühlen Temperaturen. Wenns mal brachiale Hitze hat, dann könnts schon sein, dass ich nach zwei Abfahrtn lieber mal das LR wende.

Mehr fällt mir gerade nicht ein – ich zische jetzt erstmal ein Bier.

No Comments - Leave a comment

Leave a comment


Welcome , today is Mittwoch, 23. Mai 2018